Beim Anfang Juli vorgestellten Projekt „e4ship“ kooperieren namhafte deutsche Werften und Reedereien mit führenden Herstellern von Brennstoffzellen wie der Tognum-Marke MTU Onsite Energy und Klassifizierungsgesellschaften. Sie alle wollen bis zum Jahr 2016 in fünf Projekten nachweisen, dass Brennstoffzellen in der Bordenergieversorgung von Schiffen unter Alltagsbedingungen technisch ins System integriert werden können und funktionieren. Die Reduktion der Schadstoffe ist eine Anforderung der Reedereien, die damit auf die verschärften gesetzlichen Emissionsgrenzwerte in Häfen reagieren.
Für die emissionsarme Stromversorgung in Häfen werden sowohl die Hochtemperatur-Brennstoffzelle mit Schmelzkarbonattechnik des MTU Onsite Energy-Standortes München als auch die Niedertemperatur-Brennstoffzellen mit Proton-Austausch-Membran-Technologie (PEM) eingesetzt. Die Brennstoffzelle der Tognum-Marke ist in den Einzelprojekten Pa-X-ell - zur dezentralen Strom- und Wärmegewinnung auf einem Kreuzfahrtschiff - und SchIBZ enthalten. Das Teilprojekt SchIBZ entwickelt eine hochseetaugliche Brennstoffzellenanlage mit Dieselreformierung - einer chemischen Umwandlung des Diesels in Wasserstoff -, die ebenfalls einen Hochseetest bestehen soll.